15. November 2010
Freilandpionier Toni Hubmann stellte in Salzburg sein Buch vor
Landwirtschaft: Gerechte Marktbedingungen, faire Preise und ehrliche Produkte notwendig
Toni Hubmann, Chef von "Toni´s Freilandeier" und auch Vizepräsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, ist es mit Mut und Hartnäckigkeit gelungen, die Legehennenhaltung nicht nur in Österreich, sondern auch in weiten Teilen Europas zu neuen Qualitäts- und Tierhaltungsstandards zu führen. Dadurch ist es zu einem Verbot der Käfighaltung in Österreich und Deutschland gekommen.
„Die Fragen, was wir essen, woher die Nahrung kommt und wie diese produziert wird, gewinnen für immer mehr Menschen an Bedeutung. Dabei stehen nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte im Mittelpunkt", betonte Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bei einem Gespräch mit Toni Hubmann, der als Pionier der Freilandhaltung gilt.
Erst kürzlich legte Hubmann sein Buch "Wie wir uns über gute Lebensmittel freuen können, Bauernhöfe keine Fabriken werden und was sich dafür ändern muss" vor.
Gerechte Marktbedingungen, faire Preise und ehrliche Produkte
Gerechte Marktbedingungen in der Salzburger Landwirtschaft, faire Preise und ehrliche Produkte für die heimischen Erzeuger und Konsumenten sind für SPÖ-Agrarsprecher Robert Zehentner die Grundvoraussetzungen für erstklassige heimische Produkte. „Alle Menschen im ländlichen Lebensraum müssen gerechte Einkommen und sichere Arbeitsplätze haben", so Zehentner.
Zehentner fordert in der Agrarpolitik „mehr Transparenz und Gerechtigkeit". Zehentner bedauert, dass Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich die Agrarsubventions-Datenbank sperren ließ. „Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen, dem Steuerzahler ehrlich zu erklären, wer welche Förderungen bekommt", so Zehentner, der nun befürchtet, dass dadurch den „Verdächtigungen damit wieder Tür und Tor geöffnet sind".
Vielfalt und Vielfalt der Produkte stärken
Für die Zukunft wünscht sich Zehentner eine möglichst große Vielfalt an regionalen Produkten, die nach den Vorstellungen und Bedürfnissen der Konsumenten hergestellt werden sowie eine Stärkung der Vielfalt in der kleinstrukturierten Landwirtschaft. „Das ist die Herausforderung, vor der die Landwirte und Vermarkter tagtäglich stehen und in der wir dringend die Unterstützung der Landwirtschaftspolitik brauchen", so Zehentner abschließend.
Bild: SPÖ/Wild
Bildunterschrift: „Die Fragen, was wir essen, woher die Nahrung kommt und wie diese produziert wird, gewinnen für immer mehr Menschen an Bedeutung", betonte Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bei einem Gespräch mit Toni Hubmann (im Bild rechts), der als Pionier der Freilandhaltung gilt und SPÖ-Agrarsprecher LAbg. Robert Zehentner.
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