07. April 2010
Gaißau-Hintersee: Schischaukel ist für Tourismusbetriebe und als Familienschigebiet dringend notwendig
Reiter: „Welcher Investor übernimmt Schulden und tätigt riesige Investitionen?"
„Der Fortbestand der Schischaukel Gaißau-Hintersee ist für den gesamten Flachgau von großer Bedeutung. Wenn kein Investor gefunden wird, müssen zahlreiche Tourismusbetriebe, aber auch die lokalen Schischulen zusperren. Das wäre eine fatales Signal", kritisiert der Hinterseer Vizebürgermeister Wolfgang Reiter. „Weiters müssten sich zahlreiche Kindergärten, Volksschulen und Hauptschulen aus Salzburg und Umgebung neue Schigebiete suchen, wo den Kindern das Schifahren beigebracht wird", ergänzt Reiter.
Schwierige Suche nach Investor
Wie heutigen Medienberichten zu entnehmen ist, gestaltet sich die Suche nach einem Investor für die Schischaukel Gaißau-Hintersee schwieriger als von den Saalbacher Bergbahnen und LH-Stv. Dr. Haslauer erwartet.
Hier sieht Reiter Tourismusreferent und Wirtschaftsreferent Haslauer in der Pflicht. Schließlich wollte die ÖVP im Wahlkampf das Schigebiet retten und rund 20 Mio. Euro in die Salzburger Schigebiete investieren. „Wer die Rettung des Schigebiets Gaißau-Hintersee will, wählt ÖVP", hieß es im Wahlkampf. Offenbar wolle Haslauer von diesem Wahlversprechen abrücken. „Viel versprochen, leider wenig passiert müsse im Falle des Schigebiets Gaißau-Hintersee, der ÖVP-Wahlslogan lauten. Ich fordere Dr. Haslauer auf, uns endlich reinen Wein einzuschenken", so Reiter. „Wenn der Wirtschaftsreferent eine Lösung für das Schigebiet im Talon hat, soll er sie bitte auf den Tisch legen", so der Vizebürgermeister.
Derzeit stehen im Förderungsprogramm des Landes für Liftinvestitionen noch einige Millionen zur Abholung bereit. „Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Haslauer muss daher für die Schischaukel Gaißau-Hintersee die entsprechenden und vorhandenen Mittel freigeben, um den Fortbestand dieses Schi-Naherholungsgebiet zu sichern", betont der Hinterseer Vizebürgermeister.
Saalbacher Bergbahnen: Verkaufspreis nicht realistisch
Den vom Eigentümer der Schischaukel Gaißau-Hintersee, den Saalbacher Bergbahnen, gewünschten Verkaufspreis von 3 Mio. Euro hält Reiter aufgrund der dringend notwendigen Investitionen in das Schigebiet nicht für realistisch. „Ein Investor oder eine Investorengruppe müsste laut einer Studie bis zu 20 Mio. Euro in die Erneuerung der Liftanlage und eine moderne Beschneiungsanlage investieren und dazu noch die bestehenden Schulden übernehmen. Den Investor, der sich auf diesen Deal einlässt, möchte ich sehen", kann sich Reiter derzeit eine schnelle Lösung nicht vorstellen. Daher müssten die Saalbacher Bergbahnen dringend einen realistischen Verkaufspreis festsetzen", fordert Reiter.
Schischaukel Gaißau-Hintersee: Ein Stück Tradition
Denn eines ist für den Hinterseer Vizebürgermeister klar: „Mit dem Schigebiet Gaißau-Hintersee würde eine wesentliches Familienschigebiet in Salzburg und ein Stück Tradition verloren gehen und das muss auf alle Fälle verhindert werden".
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